Samstag, 29. August 2015

Frankreich August 2015

Sa, 22. 8. Wir fahren um ca. 14 Uhr los. Um 18 Uhr sind wir in Annecy. Wir übernachten am Camping Verger. Sehr klein, spartanisch und eng aber sehr freundlich und super gelegen. Sehr nahe am See und bei der Stadt. Für eine Übernachtung als Zwischenstop unbedingt zu merken!


So, 23. Wir machen einen Spaziergang in die Stadt. Fahrräder und Schlösser hätten wir dabei – aber keine Schlüssel dazu. Es ist Markt, Leute wie auf der Kilbi. Wir kaufen Datteln und ein Fahrradschloss. Am Nachmittag fahren wir weiter bis Choranche unter den Felsen von Presles und platzieren uns auf dem Gemeinde-Camping. Marlies macht noch eine Erkundungsfahrt mit dem Bike.



Mo, 24. Es regnet fast ununterbrochen. Lesetag im Bus.



Di, 25. Secteur Chrysanthèmes/Topomaniak 8 SL bis 6c/7a. Schlüsselstelle leider nicht os (anstrengend u. schlecht zu klinken). Nach dem Klinken und anschauen geht's. Zustieg von unten per Bike&Hike. Abseilen geht gut über Arcturus welche gleich daneben ist in nur vier Längen. Einzig bei der obersten Abseillänge bringen wir das Seil fast nicht zum Abziehen.  Wechseln auf den Camping Gouffre de la Croix nur 200 m weiter. Hier gibt's auch den Luxus von heißem Wasser zum Duschen u. tolle Aussicht zu den Felsen.







Mi, 26. Klettergarten Balme Étrange bei den Grottes de Coranche. Mit den Bikes vom Camping. 6a, 6c+, 6c, 6b+ os bzw. MS tr. Schöne steile Touren, Sinter u. Rißverschneidungen. Im Schatten gerade noch angenehm.




Do, 27. Der Sektor Fhara Kiri hat ab ca. 14:30 Schatten. Wir fahren mit dem Auto auf's Plateau bei Presles, laufen runter zur Wand und steigen um 13:00 in die Discrète ein. 9 SL bis 6b immer anhaltend und steil. Viele gelbe Risse und seichte Rißverschneidungen. Einige sehr schöne, lange und spektakuläre Längen. Gerade am Anfang schaut es teilweise etwas brüchig aus. Glücklicherweise wurde aber wohl alles entweder schon ausgerissen oder ausgiebig getestet. Die Bohrhaken u. Stände sind top. Aber doch etwas weitere Abstände. Immer bequeme Standplätze auf guten Absätzen. Die Tour ist sehr hart bewertet. Es ist auch im Schatten recht warm und wir müssen uns richtig anstrengen. Vor allem die ersten zwei SL in der Sonne sind schwer und kräftig. In der zweiten hab ich sogar einen Hänger. Anschließend komme ich dann besser in den gewohnten guten Rhythmus. In 6,50 Stunden sind wir oben und in kurzer Zeit gemütlich zu Fuß beim Auto.





Fr, 28. Rasttag. Beim Auto brennt die Abgas-Kontrollleuchte. Es stellt sich heraus, dass eine Sensorleitung von einem Marder angeknabbert wurde. Eigene Reparaturversuche mit Bordmitteln (Tesa) bringen nicht den gewünschten Erfolg. In einer Werkstatt kann ich die Leitung fachmännisch löten lassen. Anschließend gehe ich noch einkaufen. Am späten Nachmittag machen wir noch mit den Fahrrädern einen Ausflug nach Pont-en-Royans.




Sa, 29. Wir fahren um 14 Uhr mit den Bikes los. Klettern ein paar schöne Touren im Klettergarten Tina Dalle. Hier kommt gerade der Schatten, als wir knapp nach 15 Uhr dort sind. Trotzdem noch recht warm.







So, 30. Wir packen alles in den Bus und fahren nach Balme de Rencurel. Von hier zum Klettergebiet La Goulandière. Sehr schönes Gebiet. Am Nachmittag im Schatten und auf 900m. Viele lange Touren bis 35m. Einiges los heute am Sonntag nachdem wir bisher praktisch immer alleine am Fels waren. Mir gelingt eine 7a os, Marlies klettert unter anderem drei 6b im Vorstieg. Wir fahren weiter auf der Straße durch die Gorges de la Bourne nach Villard de Lans auf einen schönen Campingplatz (Camping L'Oursiere).

Mo, 31. Heute Nachmittag
mit den Bikes und zu Fuß by fair means zum Klettergebiet. La Fauge ist auf 1200m ostseitig gelegen. Sehr schöne Touren. Eine 7a+/7b geht o.S. Eine 7c ist dann doch zu schwierig. Ich probiere noch solange bis ich keine Kraft und das Sicherungspersonal keine Geduld mehr hat.

Di, 1. Es regnet und wir machen Rast- und Lesetag.

Mi, 2. Es ist bewölkt, feucht und Nebel hängt in den Bergen. Wir fahren nochmal (da die Schlucht gesperrt ist einen anderen Weg) nach St. Laurent-en-Royans da die Abgaslampe wieder brennt. Diesesmal ist es eine defekte Glühkerze. Während wir in St.-Jean Kaffee trinken, wird ein Ersatzteil eingebaut. Anschließend fahren wir in die Schlucht von Omblèze. Den Kletterführer gibt es nach unseren Informationen im Restaurant Moulin de la Pipe. Hier sehen wir aber zu unserer Enttäuschung, dass die Moulin zwei Tage geschlossen hat. Zufällig treffen wir die Chefin. Leider ist der Führer ausverkauft. Aber wie können morgen ein paar Seiten fotografieren. Wir fahren nach Mirabel-et-Blancon an der Drôme auf den Camping Gervanne.

Do, 3. Wir klopfen bei der Moulin und könne wirklich die Seiten aus dem Führer kopieren. Wir gehen an die Mur d'Anse, Falaise Est, Sectoren Zoé und Bleue und klettern drei Touren. Bei der dritten, der Allez Louya 7a, fängt es an zu regnen, das On Sight kann ich jedoch noch fertig machen. Der Regen dauert nicht lange und auf dem Campingplatz scheint schon wieder die Sonne.

Fr, 4. Sektor Jambe en L'Air. Zwei 6c und eine 6c+ os, und andere. Schöne lange Touren mit Querschlitzen. Klettern an der Sonne. Angenehm mit kühlem Wind. Bier bei der Moulin.

Sa, 5. Sektor Dopage. Sonne, ein paar Wolken und kühler Wind. Klettern alle 6a und 6b hier. Lange Touren, senkrecht und knifflig, super Fels. Stratopelle 7a kann ich on Sight gehen, lange Hakenabstände. Anschließend probiere ich noch Le Faut d'Yvette 7a im Sektor Bicolore. Kurze Passage - gut abgesichert. Nächstes Mal geht's. 





So, 6. Rasttag, kurze Radtour nach Crest. Die Mesnerin lässt uns im Kirchturm bis zu den Glocken rauf. Ansonsten gibt die Stadt nicht viel her. 

Mo, 7. Sektor Baraka. Wunderschöne steile Touren in gelbem Fels, auch Risse. 1 6c und 1 6c+ os. Und die 7a vom Samstag wie versprochen rotpunkt. Wolkenlos. Mit Wind kühl, sonst recht warm.

Di, 8. Bisher waren wir immer an der Mur d'Anse. Heute wird es noch etwas wärmer und der Wind hört auf. Wir gehen in die Schlucht von Omblèze in den Sektor Jardilannd. Hier im Schatten und am Wasser ist es immer kühl. Ich punkte eine 6c beim 2. Versuch und probiere mich eine 7b rauf.

Mi, 9. Sektor "Aqualand". Wir klettern je eine schöne 6a+ und 6b+. Steil und athletisch. Anschließend noch zum Sektor "Luluberlu", wo Marlies drei 6a/6a+ vorsteigt.




Do, 10. Rasttag auf dem Campingplatz. Marlies macht eine Biketour zum "Sender".

Fr, 11. Wir gehen noch einmal in die Schlucht. Zweit Touren im Sektor Pescher. Gemütlicher Zustieg, Start direkt von einem Fahrweg. Aber nicht viele Touren. Wir schauen noch den Sektor Evasion an. Dieser hat einen steilen ungemütlichen Zustieg, die Touren starten von einem schmalen ungemütlichen Band und einige Touren sind schon zugewachsen. Wir klettern hier nichts und wechseln gleich zum Sektor Faubourg. Dieser ist sehr schön und groß und zum Urlaubsausklang klettern wir noch einige sehr schöne Touren.

Sa, 12. Heimfahrt.


Facts: 

von mir zuhause 650 km, ca. 6,50 Stunden reine Fahrzeit.

Toller Urlaub mit lange schlafen, lange frühstücken, kochen, lesen und Rotwein trinken.
Nebenbei sind wir in den drei Wochen knapp 100 Seillängen geklettert. Ich konnte ca. 15 6c und 5 7a on sight gehen. 

Presles:
Die Felsen von Presles bieten sehr viele Mehrsseillängentouren mit um die 12 Seillängen und 250m Höhe. Die Touren wurden meist in den 80ern und 90ern eröffnet (einige z.B. von den Remy-Brüdern). Viele Touren sind saniert. Trotzdem sind die Hakenabstände gemäß dem damaligen Stil in diesen Touren öfters etwas weiter. Die leichteren Längen haben oft sehr wenige Haken. In den meisten Touren werden Klemmkeile benötigt oder können gut zusätzlich eingesetzt werden. Die Bewertung ist sehr hart. Die beliebten Touren sind schon etwas abgeklettert. Die Wand ist steil und auch die "leichten" Längen sind oft anstrengend. Der Felsen ist komplett gegen Süden ausgerichtet. Im Sommer wird es hier also schnell zu heiß. Die Klettergärten in der Nähe von Coranche/Presles sind für zwei Tage ok, für einen länger Kletterurlaub jedoch deutlich zu wenig.
Die Touren sind von Coranche alle recht schnell erreichbar, wenn man möchte auch mit dem Fahrrad und zu Fuß.
Das Gebiet ist also sehr interessant, wenn man – so wie wir – gerne etwas anspruchsvolle Mehrseillängentouren gehen will. Dazu sollte es nicht zu heiß sein. 

Omblèze – Mur d'Anse:
auf den ersten Blick eine ähnliche Wand wie bei Presles. Doch ganz anders als in Presles gibt es hier sehr viele Baseclimbs. Diese sind sehr unterschiedlich, in tollem Fels und fast immer sehr gut abgesichert. Es gibt auch eine Handvoll Mehrseillängentouren (6 Seillängen). Da die unzähligen Klettergartentouren am Wandfuß keine Wünsche offen lassen, haben wir keinen Grund gesehen in die ohnehin sehr kurzen höheren Touren einzusteigen. Auch diese Wand ist komplett südseitig ausgerichtet.

Omblèze – Schlucht:
einige schöne, meist kleinere, Klettergärten mit kurzem Zustieg. Durch die Lage in der Schlucht findet man hier auch etwas Schatten wenn es sonst zu heiß ist.

An der Drôme gibt es schöne Campingplätze, von hier fährt man mit dem Auto eine halbe Stunde bis zur Schlucht. 


Literatur:
von Presles und dem Vercors gibt es aktuelle (2014) Führer von Dominique Duhaut z.B. bei www.kletterfuehrer.net
von Presles gibt es einen Artikel im Klettern 5/2001
von Omblèze gibt es einen Artikel im Klettern 06/2003
Der Führer "Omblèze" von 2005 von Denis Boit und Isabelle Pelardy ist leider vergriffen.






Samstag, 15. August 2015

12.08.2015 Drachenberg


Heute starte ich in Vättis (943) mit stetem Höhengewinn über den Gelbberg zum Drachenloch. Kurz darunter finde ich den Drachentöter, eine Klettertour für Leute die einen steilen Zustieg von 1500 Hm für eine kurze Tour nicht scheuen. Der Fels sieht gut aus.
Vom Drachenloch steige ich wieder ca. 150 Hm ab um in das Gelbbergtäli zu queren und schließlich über den Grat (2665) zwischen Vättner Chopf und Drachenberg auf den oberen Drachenberg (2645) zu gelangen. Von dort gehe ich den Grat wieder zurück und weiter bis zur Furggla (2574). Auf den Rückweg über Termol und das eindrückliche Tobel nach Gigerwald wird die abgeschiedene Ruhe lediglich von „Militärfliegerei“ gestört. (das Bild zeigt die zahmen Schafe vom Drachenberg)

06.08.2015 Rund um die Schesaplana

Zur Abwechslung steht eine zweitägige Wanderung rund um die Schesaplana am Programm. Start ist die Talstation der Palüdbahn. Über die Oberzalimhütte, Teil des Leiberweges und den Straußsteig geht es auf den Panüler. Danach weglos zum Schafloch und über einen Teil des Liechtensteinerweges zur Schesaplanahütte.
Am nächsten Tag führt der Weg weiter vom Luderer Egg über den Westgrat auf die Sassauna. Der Nordgrat über den Pfäwi, den Lägend Sagettis und den Hoch Sagettis zum Fadurer Fürggli ist teilweise ausgesetzt, sehr selten begangen und ein schönes Wandererlebnis mit tollem Rätikonpanorama. Weiter geht es über die Golrosa zum Cavälljoch und von hier wieder mit Menschenmengen entlang des Lünersees über Lüner Krinne und bösen Tritt zur Talstation der Lünerseebahn.

Montag, 20. Juli 2015

10.7. bis 19.7.2015 Dolomiten

Wir haben eine Woche Ferien! Die Temperaturen sind immer noch hoch. In Chamonix tauen die Gletscher, in der Schweiz ist es uns zu teuer ;-) – also geht es in die Dolomiten. Hier gibt es noch so viele Ziele, dass diese auch für 8 Wochen Urlaub reichen würden. Diesesmal werden wir uns hauptsächlich auf nordseitig ausgerichtete, also schattige Wände, konzentrieren, welche zu anderen Zeiten oft nass und zu kalt sind, aber geniale Klettertouren bieten.

Fr. 10.7. Wir können es kaum erwarten. Um 23 Uhr, gerade mit Packen fertig, fahren wir auch schon los.
Sa 11.7. Wir übernachten um 2 Uhr in Steinach am Brenner vor dem MPreis. Um 8 Uhr öffnet dieser und es gibt im angeschlossenen Bistro ein feines Frühstück. Anschließend fahren wir weiter über den Grödnerpass nach Kolfuschg, wo wir um etwa 11 Uhr ankommen und am Camping einchecken. Ich mache noch einen Spaziergang nach Corvara. Um 15 Uhr fahren wir zum Grödnerjoch. Voller Ungeduld wollen wir noch an der Rodelheilspitze die "Triplano" versuchen. Mit Rucksack und in Turnschuhen klettern wir den Vorbau hinauf und stehen plötzlich im unübersichtlichen Dreier-Gelände. Da hätte ich wohl die Zustiegs-, bzw. Einstiegsbeschreibung fertig durchlesen sollen! Schlussendlich sind wir auch zu spät dran und haben letzte Nacht etwas wenig Schlaf erwischt. Etwas enttäuscht kehren wir um. Nächstes Mal wissen wir jedoch genau, wo wir den Einstieg finden und werden wohl bereits vor dem Vorbau auf den Klettermodus umrüsten!
So, 12.7. Mur Occidentale de Pisciadù, Aquafun (von Roly Galvagni) Wie von Galvagni gewöhnt, super gebohrt, bester Fels. Ein paar kleinere Friends bis 1 und Stopper eingesetzt. Einmal habe ich eine Schlinge angegriffen, weil ich dachte, dass ist schon der Stand. Also kein Onsight ;-) Konnte alles gut und entspannt klettern. Tolle Tour! Heute alles trocken und feine Temperaturen! Vor uns sind noch eine oder zwei Seilschaften. Diese sind jedoch schon fast in Wandmitte, als wir einsteigen und werfen auch keine Steine aus dem Schuttband herunter. So sind wir fein alleine.
Mo, 13.7. In der Nacht etwas Regen. Parte Oscura della Luna, Blade Runner (von Roly Galvagni) Vom Campingplatz zu Fuß. 1. SL noch etwas feucht und ca. 7+. Muss für das os etwas kämpfen. Rest der Tour geht gut. Fantastisch und steil. Sind völlig alleine in der ganzen Wand. Beim Rückweg auf dem 2 Meter breiten und völlig flachen Familienspazierweg knicke ich um und verstauche das Fußgelenk. Am Campingplatz stecke ich den Fuß gleich ins kalte Wasser und lasse mich von Marlies verwöhnen. So wird das gleich wieder besser.
Die, 14.7.  Sportklettern in Frea. Die Touren sind recht hart bewertet. Für 6b, 6b+ muss ich schon arg kämpfen.
Mi, 15.4. Heute ist unser Hochzeitstag: Da muss es schon etwas Besonderes sein. Die Otto Volante am Brunecker Turm wäre da doch gerade richtig! Der Tag ist perfekt, kaum Gewitterneigung und wir fühlen uns beide fit.  Natürlich sind wir etwas angespannt: 2 Seillängen im achten Grad, 6 im siebten, alles recht steil und einige heikle Stellen mit langen Hakenabständen. Um Punkt 8:00 starten wir am Campingplatz, 9:00 Einstieg, 16:00 oben, 16:20 Abstieg, 17:20 Auto. Wir sind die einzige Seilschaft in der Tour! Das bedeutet gleich etwas weniger Stress. Wir können uns die Kräfte einteilen und auch mal eine taktische Pause machen. Wir beobachten 2 Seilschaften in der "Ore e Carbone", eine in "Anton aus Tirol" (diese ist aber später nicht mehr zu sehen – wahrscheinlich abgeseilt). Die beiden 8er sind Einzelstellen. Die erste (mit 8+ bewertet) kann vorher geklinkt werden, anschließend muss sehr entschlossen und richtig gehandelt werden. Hoch auf Mikrotritten anstehen, über dem Dach die richtige Leiste greifen, zweimal beherzt an gut sichtbare Löcher weiterschnappen und dabei den Druck an den Füßen nicht verlieren. Dann wird es wieder leichter und man möchte eh nicht mehr runterfliegen. Nachdem das gut geklappt hat, ist das Selbstvertrauen und etwas Kraft für die 8- (in der 10. Seillänge!) auch noch da. Hier ist die Schlüsselstelle gleich beim ersten Haken. Anscheinend kann man das auch A0 gehen, aber ich stehe gleich so dumm drinnen und der Haken ist gleich so weit rechts und unter mir, dass es nur noch den Weg nach oben gibt. Der Fuß sehr hoch in ein riesiges Loch, ein paar mal schnappen, eindrehen und alles löst sich super auf! In der letzten Seillänge verschenke ich das natürlich nicht mehr und das On-Sight ist geschafft. Die Führerautoren sind sich bei der 8+ recht einig. Ganz sicher bin ich mir nicht, wenn ich das mit anderen Touren vergleiche. Also normalerweise klettere ich keine überhängenden 8+ mit Rucksack und Alpinausrüstung im on sight. Aber lassen wir das mal stehen. Wir freuen uns beide riesig. Hinter Langkofel und Piz Boe hängen schon ein paar Gewitterwolken, eine Stunde nachdem wir auf dem Camping sind, beginnt es zu regnen. Heute schmecken Spaghetti, Pizza, Tiramisu und Bier!
Do, 16.4. Rasttag! Wir shoppen in Kolfuschg (Zustiegsschuhe von Salewa, damit ich nicht wieder blöd mit Turnpatschen im Zustieg rumturnen muss), ab Mittag und in der Nacht immer wieder Regen.
Fr. 17.4. Valparolapass, Ultima Tule am Hexenstein / Sass de Stria (Roly Galvagni). Die Tour ist südostseitig ausgerichtet und daher gleich wieder trocken. Acht Seillängen, laut Topos 7 Seillängen zwischen 7- und 7+. Ich finde die Tour recht gemütlich und gut abgesichert. Alles gelingt gut auf Anhieb. Am Ende der Tour wandern wir noch auf den Gipfel. Überall sind noch die Schützengräben und Stollen aus dem 1. Weltkrieg zu sehen. Ab 16:30 wieder Gewitter und Regen.
Sa, 18.4. Wir fahren Richtung Passo Giau und gehen am Lastoni di Formin die Super Tegolina. Laut  Bewertungen im "Topoguide" erwarte ich eine ähnlich gemütliche Tour wie am Vortag. Die Keile nehme ich eigentlich nur mit, um es in den leichten Seillängen "noch etwas gemütlicher" zu haben. Wenn im "Topoguide" Friends empfohlen werden, benötige ich diese oft nicht oder lasse sie daheim. Auch die Schwierigkeitsangaben sind meiner Meinung nach oft zu hoch und nie  zu tief. Bei dieser Tour ist jedoch alles etwas anders, ich habe sie völlig unterschätzt. Schon die erste Länge ist ein steiler glatter Handriss und "nur" mit 7 bewertet. Ohne Friends wäre ich überhaupt nicht raufgekommen und auch beim 2. Versuch, mit Rasten und von oben gesichert, geht es nur ganz knapp. Die ganze Tour ist dann immer anhaltend und steil. Sobald es etwas leichter wird, werden die Hakenabstände sehr lang. Ich bin auf jeden Fall sehr froh um die 4 Camelots bis Größe 1 und um die kleinen Stopper, die ich im letzten Moment noch eingepackt habe. In der 4. Seillänge fehlt eine Bohrhakenlasche und darunter wartet ein Band für einen Aufschlag.  Ich gehe auf Nummer sicher, klettere die 7+ Stelle (schaut viel schwieriger aus - im Planetmountain mit 7a bewertet!) darunter technisch, um dann gut ausgerastet den fehlenden Haken anzuklettern. So habe ich auch noch Zeit für eine Zackenschlinge, einen Stopper und eine Schlinge um den Dübel. Im Notfall könnte ich auch alles wieder zurückklettern. Zum Glück kommen dann aber doch gute Griffe und ich kann sicher bis zum nächsten Haken weiterziehen.
Die Tour ist von denselben Erstbegehern wie die Ottovalonte. (F. Piardi, F. Tremolada). Eine super Tour in tollem Fels! Aber eben von unten bis oben anspruchsvoll und für uns nicht wie erwartet ein lockeres Ausklettern am letzten Urlaubstag. Wir brauchen 6 Stunden für die Tour, das Gewitter bleibt heute zum Glück aus und auch die Abseilfahrt klappt schnell und problemlos.
So, 19.4. Nach einem gemütlichen Abend am Valparolapass gemütliches Frühstück und gemütliche Heimreise.

Samstag, 4. Juli 2015

4.7.2015 Bockmattli, Kleiner Turm Nordwand, Prachtsexemplar



Eine Hitzewelle mit 35 bis 38 Grad hat uns im Griff. Entweder das Wochenende im Keller bleiben, ins Schwimmbad gehen oder eine Nordwand suchen. Die Entscheidung ist schnell gefällt: Wir stehen um 4 Uhr auf und sind um 8 Uhr am Einstieg auf 1500 m Höhe. Die Tour wurde von Marcel Dettling 2011 eingerichtet – Ein Name der für Qualität und vernünftige Absicherung steht. Hier oben ist es richtig angenehm im Schatten und die Tour ist wirklich ein Prachtsexemplar.
Die SL sind bewertet mit 6b, 6c+, 7a, 6c, 7a, 6c, 5c. Eine genaue Beschreibung findet sich auf http://www.hikr.org/tour/post37179.html bzw. auf dem Topo. Hier kann ich nichts hinzufügen. Die Bewertungen passen in meinen Augen. Ich konnte alles onsight im Vorstieg machen (ok - die 5c hat Marlies souverän geführt!) Dabei ist mir die erste 7a etwas leichter gefallen – den in anderen Beschreibungen zitierten unsicheren Hechtsprung habe ich nicht gefunden. Ich muss anmerken, dass alle Griffe gut eingechalkt waren. Natürlich auch einige völlig unbrauchbare Sackgassen-Griffe. Aber die Griffe und Tritte waren zumindest sichtbar und mussen "nur noch" richtig zusammengebaut werden. Die zweite 7a habe ich nur mit viel Glück geschafft: Meine linke Hand war schon im richtigen Riss, in Extremspannung unter Ausnutzung der gesamten Reichweite,verklemmt, die Füße waren mit Ausspreizen blockiert und mit der rechten Hand kein Griff mehr, um etwas an dieser Lage zu ändern. Nach Abschätzen aller anderer Möglichkeiten und weil ich das Rotpunkt nicht verschenken wollte, habe ich mich dann mit dem ganzen Gewicht in den Handklemmer der linken Hand fallen bzw. pendeln lassen – Und das hat sogar geklappt. Freihängend an einer Hand konnte ich alles wieder sortieren und die nächsten Züge sauber durchziehen. Ich hatte 4 kleine Camelots dabei, jedoch nur einmal in der erste SL (6b) etwas gelegt. Dies nur, weil es sich so gut angeboten hat, nicht weil ich es unbedingt gebraucht hätte. Anschließend war ich dann so gut in Fahrt, dass ich nichts mehr gelegt habe.
Der Abstieg ist in Kletterschuhen in 15 Minuten schnell, bequem und sicher erledigt. Ich vermute, dass man mit Abseilen länger braucht.
Einfach eine Top-Tour! Super Fels, gute Absicherung, viel Abwechslung mit Platten, Überhängen, Rissen und Wandkletterei. Und – immer bequeme Standplätze. Man findet einfach nichts zum Meckern.

Mittwoch, 10. Juni 2015

30.5. bis 8.6.2015 Verdonschlucht



Sa, 30.5.2015 Wir fahren über die Schweiz und Frankreich nach La Palud sur Verdon. Abfahrt 8 Uhr. Ankunft um 18 Uhr am Camping Municipal.
So, 31. 5. Wir treffen uns mit Heli und Martina. Sie sind über Italien gefahren und hatten Riesenstaus wegen italienischem Nationalfeiertag. Wir klettern Une Histoire sans Fin am Falaise des Malines. M+H die Fleur Solistice, die nach 3 SL rechts abzweigt. In unserer Tour links der Kante zum Glück noch Schatten. 7 tolle Längen zwischen 7- u. 7+. Das Wetter ist ein Traum - jeden Tag noch etwas wärmer. Klettern praktisch nur im Schatten möglich.
Mo,1.6. Adieu Zidane im Sektor Galetas. 5 SL bis 6+. Überschlagen.
Die, 2.6. Une Valse pour Manon am Paroi du Duc. 6 SL bis 7+ in toller Umgebung.
Mi, 3.6. Liberté Surveillée im Sektor Maugué. 5 SL bis 7+.
Do, 4.6. Tandem pour une Évidence. Zusammen mit M+H. Heute wird es für uns etwas länger und schwieriger. Die Tour befindet sich auf der anderen Seite der Schlucht. Also heißt es erst mal vom Chalet de Malin zum Einstieg absteigen. Nach der Tour gibt es ein Bier im Hotel Grand Canyon und anschließend nocheinmal eine Wanderung in die Schlucht und auf der anderen Seite wieder hinauf. Die Tour hat 8 SL bis zum 8. Grad. Recht konstant im 7. Grad. Alles geführt und o.s.
Fr, 5.6. Marlies und ich machen Rasttag. M+H klettern die Redressement Discal. Am Abend fahren wir noch zum Belvedere wo wir einem Basejumper beim Absprung zusehen und die Aussicht, das Bier und den Sonnenuntergang genießen.
Sa, 6.6. Marlies und ich klettern die Redressement Discal, Martina und Heli die Crise de Gouttes. M+H Fahren am Nachmittag nach Hause.
So, 7.6. Crise de Gouttes. Am Nachmittag gibt es das angekündigte Gewitter mit Hagel. Zum Glück sitzen wir da schon gemütlich im Bus.
Mo, 8.6. Zigo-Zago. Es hat leicht abgekühlt und ist etwas dunstig. Für den Nachmittag sind wieder Gewitter angekündigt. So wagen wir uns nochmal in eine warme Südwand. Die Tour ist kurz und im Notfall könnte man abseilen und zu Fuß nach oben laufen. In der 4. Länge verschenke ich dann das Onsight und somit die Gesamt-Urlaubs-Rotpunktbegehung. In einer steilen Platte mit seichten Löchern habe ich keine Chance zum Klinken.
Nach dem Zusammenräumen fahren wir noch 3 Stunden Richtung Grenoble und übernachten dann bei zwei sehr freundlichen Franzosen auf dem Vorplatz ihres Bauernhofes. Am Dienstag geht es dann weiter nach Hause.

Alle gekletterten Touren waren super toll und super abgesichert. Im Topoguide sind alle gekletterten Touren sehr gut beschrieben, auch die Zu- und Abstiege. Man sollte jedoch wissen, dass im Vergleich zu den bei uns üblichen Bewertungen fast alles mindestens einen halben Grad überbewertet ist. Natürlich freut man sich, wenn ein Achter nach dem anderen locker on sight geht – wenn man dann aber wieder einmal Touren nach den Bewertungen anderer Führer klettert, wird man wohl um so schmerzhafter auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt.
Die immer empfohlenen Friends hatten wir nicht dabei und auch nicht für nötig befunden. Auch hätte ich den zusätzlichen Balast und das Legen in den steilen Rissen sogar als sehr störend empfunden.

http://www.bergwelten.com/news/spielplatz-der-extreme-die-verdonschlucht

Dienstag, 19. Mai 2015

16.-18.5.2015 Grand Combin

Ein "richtiger" Berg und eine Firntour haben diesen Tourenwinter bisher noch gefehlt. Das konnten wir jetzt aber bei allerbesten Bedingungen noch mit einigen Combins nachholen!

Am Freitag war ein Schlechtwettereinbruch der bis auf 1500 m etwas Schnee gebracht hat.
Am Samstag fahren wir nach Fionnay 1590m und steigen zur Pannossière-Hütte 2669m auf.

Am Sonntag stehen wir um 5 Uhr auf und laufen um 6 Uhr los. Zuerst geht es auf den Petit Combin 3672m und dann noch auf den Combin de Corbassière 3715m. Südseitig finden wir tolle steile Firnabfahrten und können uns schon etwas an die Höhe gewöhnen. Die Hütte war heute fast voll und von den 100 Gästen sind heute sicher an die 70 am Grand Combin unterwegs. Noch ein Grund, heute andere Ziele auszusuchen. Am Nachmittag kommt Pio auf die Hütte. Er darf morgen zwei Kundinnen auf den Combin de la Tsessette führen.

Am Montag klingelt der Wecker bereits um 2 Uhr und um 10 vor 3 geht es los. Zuerst im Licht der Stirnlampen über den Glacier du Corbassière, dann durch das Couloir du Gardien auf den Combin de Valsorey 4184m. Nach einem kurzen Fußabstieg und kurzer Abfahrt mit Fell geht es auf den Combin de Grafeneire 4314m. Anschließend kurze Abfahrt mit Querung unter der Aiguille du Croissant hinüber zur Mur de la Côte. Diese ist schön griffig und kann mit Ski abgefahren werden. Stürzen darf man aber nicht. Hier treffen wir wieder auf Pio und die zwei Mädels. Jetzt nochmal anfellen und zusammen die paar Höhenmeter auf den Combin de la  Tsessette 4135m.
Der Rückweg geht durch den Corridor, was früher der Normalweg war. Aber unter heutigen Sicherheitsaspekten ist ein stundenlanger Aufstieg unter diesen drohenden Seracs undenkbar. In der Abfahrt bringen wir den gefährlichen Bereich ohne anzuhalten mit brennenden Oberschenkeln in ein paar Minuten hinter uns. Die letzten 800 Hm geht es dann in gemütlicherem Tempo in schönem Firn und Sulz über den Gletscher abwärts und nach einem kurzen Gegenanstieg sind wir um etwa 12:30 wieder bei der Hütte. Heute waren noch 17 Leute am Gipfel auch die Hütte hat sich geleert. Ein neuer Schlechtwettereinbruch hat sich für morgen angekündigt und in ein paar Tagen werden auch die zwei Gardiens ins Tal absteigen.

Am späteren Nachmittag brechen wir wieder auf – bis 2200m geht es noch zum Fahren – anschließend müssen die Ski wieder auf den Rucksack. In Fionnay jausen wir ausgiebig, waschen uns im Bach und legen uns dann im Bus auf's Ohr. Gegen 3 Uhr früh sind wir wieder ausgeschlafen, wir fahren nach Hause, wo wir um 8 Uhr richtig zum Frühstücken ankommen.

--> Daten Hüttenanstieg
--> Daten Petit Combin
--> Daten Grand Combin




Freitag, 15. Mai 2015

Bürs

Und auch in Bürs sind wir schon wieder fleißig. Octopus, Angsthase, Metallische Melancholie, Neues Leben, Bürser Verschneidung sind wieder gepunktet. Rattenfänger und Fleißiges Bienchen (40 m!) sind ganz oben nochmal schwer und haben einen sauberen Durchstieg abgewehrt.

Montag, 27. April 2015

Kalkofen

weiter geht's mit RP von Dirty Dancing, Topgun, Roadrunner, Lucky Look, Traversus ...
... Mezzaforte (im oberen Teil wurde hier von Robert ein Haken etwas tiefer gesetzt – der Runout ist damit entschärft – wer den Henkel hat, darf jetzt auch klinken)

Donnerstag, 23. April 2015

Sportklettern im April

Die Klettersaison ist wieder angelaufen. Kalkofen, Giesingen, Lorüns ...
Übrigens, der Querulant geht auch schon wieder locker flockig rotpunkt.

Montag, 13. April 2015

Mi, 08.04.2015 Rosswies

Nach dem vielen Neuschnee über Ostern hoffe ich auf Pulver und gehe nochmals auf die Rosswies.
Punktgenau - eine super Abfahrt! Lediglich die letzten Meter war der Schnee schon etwas schwer und teilweise mit Deckel.

Mittwoch, 8. April 2015

Mi, 1.4. bis Mo, 6.4.2015 Arco



Schlechtwetter, Sturm und hohe Lawinengefahr im Norden – bestes Wetter im Süden. Am Dienstag Abend starten wir um 20:30 – Arlbergpass bei Sturm und Schnee – Brennerautobahn bei Regen – Richtung Arco und kommen um 1:00 Uhr in Terlago an.

1.4.Terlago
herrlicher Fels, gelb, kleingriffig, scharf. Frisch saniert, teilweise noch in Arbeit. Viele schwierige Routen – hier gibt es noch einiges zu tun!
2.4. San Paolo
vom Camping Zoo in wenigen Minuten zu Fuß zu erreichen. Ein wiederbelebtes Gebiet aus den 80er Jahren. Hier waren schon Mariacher, Bassi, Zanolla und Larcher unterwegs. Dementsprechend darf man sich in den leichteren Touren über lange Runouts, durchgescheuerte Sanduhrschlingen und abschüssige Reibungstritte nicht wundern. Trotzdem, oder deswegen – hier gibt es noch zu tun! Eine schöne 6c gelingt mir os.
3.4. Terra Promessa
beim Klettergebiet Massone noch ein Stück weiterfahren. Das Gebiet ist nicht so toll, wie es im Führer angepriesen wird. Leider sind die Stände nicht immer auf heutigem Stand. (Bohrhaken mit Normalhaken verbunden, durchgescheuerte Schlingen statt Ketten, einzelne alte Aluschnapper) Auch die Bewertung ist tw. komplett daneben. Dafür ging heute ein sehr kalter Wind – vielleicht hätte man doch ein Klettergebiet in der Sonne suchen sollen ;-) Trotzdem konnten wir einige schöne interessante Routen klettern.
4.4. Le Piazzole
sollte man eigentlich geheim halten. Sonnig, gelbe Sinter, rauher Fels und durch den kühlen trockenen Wind ein unglaublicher Grip! Marlies macht ein 6c! Mir gelingen zwei 6c und zwei 7a os. Ein paar Touren haben wir noch für einen zweiten Besuch übrig gelassen! Am Abend und in der Nacht ein paar Regentropfen.
5.4. Ostersonntag, Calvario
Am Vormittag gehen wir noch etwas Shoppen und machen einen halben Rasttag. Am späten Nachmittag besuchen wir dann doch noch Calvario im Lagheltal welches zu Fuß von Arco zu erreichen ist. Ein altes Gebiet, das wieder aufgeweckt wurde. Herrlich gelegen in einem privaten Olivenhain. Sehr schöne Touren, die eine gute Fußtechnik und etwas Fingerkraft benötigen. Eine 6c+ gelingt mir os. Einige Touren bleiben noch für den nächsten Besuch.
6.4. La Gola
Teilweise schon recht speckig und hart bewertet, aber auch sehr schöne Touren. Heute natürlich etwas überfüllt. Aber wir sind eh schon müde und haben keinen Stress. Um 17:30 fahren wir los, etwas zäher Verkehr bis Trento, dann freie Bahn über den Reschenpass. Hier empfängt uns auch schon wieder der Schneereegen. Am Arlbergpass ist sogar Kettenpflicht. Gut, dass es für den Notfall auch noch den Tunnel gibt!

Dienstag, 7. April 2015

So, 29.3.2015 Bürs

Das Wetter ist nicht so schlecht, wie der Wetterbericht versprochen hat. Mit Martin klettere ich einige Längen in Bürs und hoffe, dass sich die Kraftausdauer langsam wieder einstellt.

Sa, 28.3.2015 Tannberglauf

Das letzte Tourenrennen der Saison am Hochtannberg. Wie immer ein Spaß und wie (fast) immer bei herrlichem Frühlingswetter.

Mi, 25.3.2015 Kalkofen

Mit Marlies am Kalkofen. Nachdem es letzte Woche mit der Via Elias geklappt hat, funktioniert auch die Crazy Daisy noch.

Mo, 23.03.2015 Rosswies

Weil es gestern so schön war, starte ich um kurz vor 7.00 auf die Rosswies. Eigentlich wollte ich auf den Fulfirst, aber der Pulver von gestern war recht stark verblasen und so wollte ich den steilen Gipfelhang nicht alleine riskieren. Die Abfahrt von der Rosswies war dann besser als gedacht, da durch die Sonneneinstrahlung der Winddeckel bereits weich war - "gepresster Pulvergenuss". Den Berg hatte ich heute für mich alleine, zwei späte Nachzügler sind mir erst nach dem Gegenanstieg begebnet.

So, 22.3.2015 Löffelspitze


Mit Marlies und Martina bei Pulverschnee auf der Löffelspitze.

Donnerstag, 19. März 2015

18.03.2015 Alvier Süd

In der Hoffnung, dass die Nacht kalt genug war, geht es heute nochmals auf den Alvier. Diesmal über die Schaner Alp. Für die Abfahrt wähle ich diesmal die Südseite. Am Gipfelhang gehen sich einige Firnschwünge aus. Danach gehts in passablem Sulz wieder Richtung Schaner Alp. Ohne Skitragen geht es heute nicht.
Am Nachmittag klettern wir am Kalkofen.

15.03.2015 Koblach

Nachdem gestern harte Holzarbeit auf dem Program stand, eröffnen wir heute gemütlich die "Freiluft-Klettersaison" mit einem gemütlichen Klettertag in Koblach.

10.03.2015 Alvier (über Hurst)

Bereits um 7.00 starte ich in Hüseren und quere knapp unter den Gipfeln von Hurst und Chapf auf den Grat Richtung Alvier. In einem Bogen geht es an der Südseite vorbei bis ans Joch und von dort zu Fuß entlang des Sommerwegs auf den Gipfel. Das erste Mal bei gutem Wetter auf dem Alvier - die Aussicht mit dem Tiefblick auf den Walensee ist super. Die Abfahrt über den Tisch ist schon etwas zerfahren und der Schnee leicht gepresst, die Hänge weiter unten aber nur noch vom Feinsten!

08.03.2015 Ruchwannenkopf

Nach den gestrigen Erfahrungen bei der Winterstaude sind heute die Snowboards am Rucksack und es geht von Schoppernau Kraftwerk auf den Ruchwannenkopf. Der schattige Westhang ist wie erwartet ein langer Pulvergenuss. Die Tragepassagen zurück nach Au nehmen wir dafür gerne auf uns.

07.03.2015 Winterstaude und Schitag

Wärend Markus mit seinen Arbeitskollegen die Piste in Damüls testet, gehe ich mit Andi und Helga auf die Winterstaude. Für den zeitigen Aufbruch werden wir mit einer super Pulverabfahrt belohnt. Einzig ganz oben im Gipfelhang ist der Schnee schon etwas schwer.

03.03.2015 Nob

Vom Parkplatz des Schigebiets auf die Nob, Abfahrt über Tschuggen, Wiederaufstieg und Abfahrt über die Piste zurück. Perfektes Programm für den einzigen sonnigen Nachmittag in dieser Woche.

Sonntag, 1. März 2015

28.02.2015 Rosswies

Powdern an der Rosswies! Am Gipfel etwas Wolken, größtenteils aber Sonne und gute Sicht.

Sonntag, 22. Februar 2015

22.02.2015 Wendkopf

In der Nacht hat es ein wenig geschneit und wir gehen von Schuttannen auf den Wendkopf. Für die Abfahrt gibt es etwa 15 cm Pulver auf harter Unterlage. Das Gebiet ist den ganzen Tag wolkenverhangen und nur kurz kommt die Sonne ein wenig durch.

18.02.2015 Wildhuser Schafberg

Am Parkplatz in Wildhus läßt der Nebel noch keinen Blick auf den Schafberg zu und das bleibt so bis Gampelüt. Von hier weg wieder ein wolkenloser fast windstiller Aufstieg mit zwei kurzen Tragestellen bis auf den Gipfel. Auf der Abfahrt dann Firn von oben bis Gampelüt, wo die dicke Nebelsuppe wieder alles verschlingt.

17.02.2015 Valschavieler Maderer

Nebel im Rheintal und fantastisches Wetter in den Bergen. Der Valschavieler Maderer ist unser (Martina, Andi, Marlies) Ziel. In den nord- und westseitigen Schlusshängen liegt windgepresster harter Schnee, der nicht so einfach einzuschätzen ist. Den felsigen Gipfelaufbau spuren wir bis fast nach oben. Auf den Felsplatten liegt jedoch "grausiger Griesel", der uns kurz unter dem Gipfel dann doch noch zum Umkehren bewegt. Dafür werden wir bei der Abfahrt belohnt. Die oberen schattseitigen Hänge sind hart und dannach geht es genußvoll in Firn bis Sulz talwärts.

Sonntag, 15. Februar 2015

10.2. bis 15.2. Naturpark Fanes

Der Wetterbericht bringt ein stabiles Hoch und so wollen wir doch noch ein paar Tage für Schitouren freinehmen. Etwas neues sollte es sein, nicht zu weit zum Fahren und natürlich brauchen wir auf die Schnelle noch eine gemütliche Unterkunft. Außerdem ist die Lawinenlage noch etwas angespannt – das Gebiet sollte also auch schöne weniger steile und südseitig exponierte Touren bieten! Schon sehr lange stehen die Dolomiten auf unserer Wunschliste und so sind wir uns schnell einig.

Die, 10.2. Die Anreise führt in 4 h über Brenner – Pustertal – Gadertal – St.Vigil im Längental – zum Parkplatz beim Refugio Pederü (1548m). Nach ca. 2 h Aufstieg auf einer Ratrackspur kommen wir um 14 Uhr zur Lavarellahütte (2042m) auf der Fanes. Nach dem Bezug der Zimmer geht es noch auf die "Schildkröte" bzw. Col Toronn (2459m).

Mi, 11.2. Über das Limajoch zur Biwakschachtel beim Monte Castello (2760m).

Do, 12.2. Nach drei sonnigen Tagen und klaren Nächten hat sich der Schnee südseitig schon gut verfestigt und dort wo keine alten Triebschneehänge mehr lauern kann man jetzt auch steileres Gelände sicher angehen. Wir besteigen den Heiligkreuzkofel (2907m) und anschließend noch die Zehnerspitze (3026m). Bei der Zehnerspitze gelangt man nach kurzer ausgesetzter Kletterei, die mit einem Stahlseil versichert ist auf den schönen Gipfel.

Fr, 13.2. Neunerspitze Wintergipfel (2874m). Da wir schon vor Mittag zurück bei der Hütte sind, trinken wir dort nur einen Kaffee und machen dann noch eine kurze Tour zum Limosee und ein Stück Richtung Sas Dia Bec.

Sa, 14.2. Ein Tief aus Südwesten bringt viele Wolken und schlechte Sicht. Wir fellen zur Kreuzkofelscharte (2612m) und noch ein Stück Richtung Piz de Medesc. Der kurze nordseitige Gipfelhang ist jedoch stark eingeblasen, so verzichten wir auf den Gipfel.

So, 15.2. Wolken und Schneefall. Nach dem Frühstück fahren wir ab und nach Hause.

Resümèe: Tolle sonnige Woche in grandioser Umgebung. Von den Gipfeln der Fanes sieht man von den Zinnen über Civetta, Marmolada, Sellastock, Ortler bis in die Stubaier und Öztaler Alpen. Es gibt auf der Fanesalp viel flaches Gelände, aber einige Gipfelhänge sind wirklich sehr steil und benötigen sichere Schneeverhältnisse. Die Lavarellahütte ist sehr gut geführt mit feinen Zimmern und gutem Essen!

Dienstag, 3. Februar 2015

03.02.2015 Gampernei

Auch wochentags ist hier ordentlich Betrieb und die Spuren vom Wochenende sind im unteren Teil nur spärlich zugeschneit. Vom Gipfel bis zur Engstelle gab es genügend neuen Schnee und Platz für Powderschwünge, so gut, dass ich dort aufs Fotografieren vergessen hab. Mit dem Board waren dann auch die unteren Hänge noch erstaunlich gut zu fahren. Wetter 1A.

27.1.2015 / 3.2.2015 Wintersport




Montag, 2. Februar 2015

1.2.2015 Wendkopf

Mit den Snowboards vom Schulplatz über Ranzenberg und Stuaruttel zur Fluhreck. Wir fahren noch die Priedlerstirn, dann weiter auf den Wendkopf und über Hinterberg, Schuttannen, Schouataböden wieder zurück. Schneefall und Pulver.

Samstag, 31. Januar 2015

31.1.2015 Bizau - Hälekopf

Günti möchte schon lange mal den Hälekopf 1614m im Winter besteigen. Heute dürften die Bedingungen perfekt sein, also schauen wir uns das Experiment an. Außerdem hat der Lawinenlagebericht immer noch Stufe  3 – und dies bereits ab  1600m und über alle Expositionen.
Günti, Marlies und ich starten mit Snowboards, Jürgen mit Schi. Wir starten um 11.00 Uhr in Bizau. Es ist warm und sonnig und über schmale Wege und offene Hänge gewinnen wir rasch an Höhe. Es sind nur ein paar einzelne Tourengeher unterwegs, während am benachbarten Hirschberg die Karawanen zu sehen sind. Am Ende der offenen Hänge endet dann die vorhandene Spur. Das haben wir gesucht: eine enge Schneise zwischen den Tannen, tiefes Spuren und alle 3 Meter eine Spitzkehre. Die Sache ist sehr ungewiss – doch es geht immer weiter, am Ende noch ein sehr schmaler Grat und wir stehen alleine auf einem Bilderbuchgipfel! Oben ist die Abfahrt etwas eng – mehr Leute verträgt diese Tour wirklich nicht – anschließend ist genug Platz für schnelle Schwünge bis zum Auto.

28.1.2015 Chapf

Marlies nutzt den Neuschnee, das schöne Wetter und ihren freien Tag und macht eine Snowboardtour von Grabs auf den Chapf.

25.1.2015 Guntenlauf

zum 17. mal dabei beim traditionellen Guntenlauf!
-->guntenlauf.at

Sonntag, 18. Januar 2015

18.1.2015 Hüenerchopf

Mit Marlies von Vermol auf den Huenerchopf. Nach dem Rennen gestern Abend heute schön gemütlich. Frischer Pulver, blauer Himmel, etwas Wind. Wir sind früh dran und erwischen deshalb auch noch einen freien Parkplatz und genug Platz für unsere Spuren.