Montag, 29. August 2016

22.8.16 Salbithütte

Wir fahren nach Göschenen (2 Std.) und steigen gemütlich zur Salbithütte auf (1:45h). Dort dürfen wir den ersten Eintrag in ein nagelneues Hüttenbuch machen. Als Tourenziel schreiben wir frech „Salbit Westgrat“ rein. Nach dem Znacht packen wir die Kletterrucksäcke und gehen früh schlafen.


Montag, 15. August 2016

13.-15.8.2016 Valsertal, Medea

Sa, 13.8. Klettergarten Obsee
Wir fahren nach Vals (ca. 2 h) und klettern im Klettergarten Obsee einige schöne Routen. Der Klettergarten ist westseitig ausgerichtet, Zustieg ca. eine Stunde. Die meisten Touren zwischen 5a und 6b. Recht gemütlich und ideal um sich wieder an das Klettern im Gneis zu gewöhnen.

So, 14.8. Zervreilahorn, Medea 6c (6b obl.)
Gute 2 Stunden Zustieg, doch dann erwartet uns eine 5-Sterne-Tour. Schönste Gneis-Kletterei in der sonnigen Südwand mit tollem Panorama. Meine Angstlänge war sicher die L2 6b+, sehr glatt und anhaltend, leider hat es da zum RP nicht gereicht. Da würde ich nächstes Mal wohl den Zwischenstand nutzen, den ich leichtfertig überklettert habe. Dann reduziert sich wenigstens das Seilgewicht, wann man aus wackligen und anstrengenden Stellungen klinken muss. Auch in der 6c hatte ich einen Hänger, der aber eher unnötig war. Sie hat wohl ein paar schwere Züge, diese sind aber sehr gut abgesichert. Ansonsten ging alles recht gut, wir waren nach 4 Stunden am Ausstieg und 45 Minuten Später mit Abseilen über Nanouk wieder am Einstieg.


Mo, 15.8. Frunthorn 3030 m
Zum Abschluss noch eine schöne Wanderung am Dachberg vorbei aufs Frunthorn.


Montag, 8. August 2016

So, 7.8.2016 Galadriel

Das letzte (und erste) Mal bin ich die Galadriel am 8.6.1996 mit Koni geklettert, also vor mehr als 20 Jahren. Heute stehe ich mit Marlies am Einstieg. Wir haben schon gestern große Rucksäcke den Bösen Tritt raufgetragen und dann zwischen Lünersee und Cavelljoch im Zelt übernachtet. Kurz vor 7 Uhr haben wir uns auf den Weg gemacht und knapp vor halb neun steige ich ein.

Die Sonnenstrahlen streifen die Wand erst stellenweise und so muss 6a+ mit kalten gefühllosen Fingern funktionieren. In der 2. SL verklettere ich mich dann gleich, der Stand und die Haken links außen, mitten in einer Platte sind fast unsichtbar. Nach der 5. SL lassen wir eine Seilschaft überholen, da sie etwas schneller sind. Leider haben die dann Probleme in L8: der Vorsteiger kommt 5 Meter vor dem Stand nicht mehr weiter und muss ausgewechselt werden ;-) So müssen wir nochmals etwas warten.

Mein Rotpunkt verschenke ich bereits in L7 6c völlig unnötig: hier muss man ganz links außen auf einen kleinen spitzen Tritt antreten, dann rechts ein Seitgriffchen und dann links hoch zu einem großen Untergriff. Irgendwie möchte ich es besonders gut machen, bevor ich den großen Untergriff nehme stelle ich den Fuß schon hoch auf Reibung und Gegendruck. Und als ich den Untergriff schon habe und umsetzen möchte rutscht völlig unerwartet der Fuß weg. Beim 2. Versuch bleibe ich „bequem“ auf dem Spitztritt stehen und alles geht „easy“.

L8 6c+, als schwerste Länge „gelobt“ geht dafür auf Anhieb. Hier bin ich durch die Versuche der vorigen Seilschaft schon etwas vorgewarnt, vielleicht wird dadurch auch mein Ehrgeiz und die richtige Konzentration geweckt. Natürlich ist es nicht ganz einfach, an er Schlüsselstelle muss man schon ein paar mal sehr entschlossen weiter. Und auch durch die langen Hakenabstände vor der eigentlichen Schlüsselstelle darf man sich nicht aus der Ruhe bringen lassen.

L10 6c hat es auch noch einmal in sich. Die erste Stelle im Quergang kann ich erst beim 2. Versuch sauber klettern. Bei der nächsten schweren Stelle habe ich irgendwie nicht die richtige Höhe erwischt, war wohl zu hoch, und dann war irgendwann die Luft und die Geduld weg. Hier muss man wirklich noch einmal sehr entschlossen und geduldig ans Werk gehen, wenn man diese Länge punkten möchte. Vielleicht in 20 Jahren – wer weiß.

Irgendwie ist uns ab L9 die Zeit dann doch etwas davongerannt und wir sind erst um 16:15, nach fast 8 Stunden am Gipfel. Jetzt noch Abseilstelle suchen – wir wollen auf die Norseite absteigen. Nicht Richtung Gipfel sondern direkt am Grat ein paar Meter in Richtung 4. Kirchlispitze – gut zu sehen. Die Schlingen um den Gratzacken schauen zuerst etwas verwegen aus, bei näherer Betrachtung scheint der Zacken aber zumindest teilweise gut verwachsen zu sein und schon zu halten. Nach 1x20m und 1x50m Abseilen steht man im leichten Gelände und ist schnell unten. Um 18 Uhr sind wir wieder bei unserem Basecamp und um 20:30 mit reichlich Verspätung bei Andi&Helga wo wir zur besten Pizza der Welt aus eigenem Pizzaofen eingeladen sind. Der Ofen wurde inzwischen zum 2. Mal angeheizt und Bier gibt es auch noch genug.









Freitag, 22. Juli 2016

30.7.2016 Kamala

Endlich hat doch eine Klettertour geklappt in diesem regnerischen Sommer! Die 7a ging auch diesmal nicht rotpunkt. Hier müsste ich noch einiges optimieren und es sollte etwas kühler und trockener sein.  Auch in er ersten SL (6c) hatte ich einen kleinen unnötigen Hänger. Marlies ist bis auf die 7a und eine kurze 6b+ Stelle alles gut und flott nachgestiegen. Hat richtig Spaß gemacht!

Fr, 22.7. Heimreise

Nach dem Frühstück setzt Dauerregen ein und wir treten die Heimreise an.

Do, 21.7. Saffres

In der Nacht regnet es etwas, das bedeutet, dass die schattigen Granitgebiete hier noch nass sind, außerdem sind sie so klein und undankbar, dass wir sowieso lieber noch ein weiteres bekanntes Kalk-Klettergebiet anschauen. Wir fahren nach Saffres
- also wieder fast 100 km näher Richtung Heimat. Sehr schönes großes Gebiet, Touren bis 30 m. Südseitig ausgerichtet, anfangs aufgrund der Bewölkung noch erträglich. Überall neue Bühlerhaken und Umlenkungen. Jedoch sind die Hakenabstände sehr lang und der erste Haken oft sehr hoch. Das muss man mögen, vor allem wenn es warm und man schon müde ist. So klettern wir dann heute auch einige Touren im Toprope. Anschließend fahren wir auf den Camping in Vitteaux.



Donnerstag, 21. Juli 2016

Mi, 20.7. Rocher Chien

Wir fahren nach St. Brisson im Nationalpark Forêt du Morvan. Unterwegs schauen wir noch das Städtchen Clamecy an. Im Nationalpark hat es eher kleinere Felsen aus Granit. Aber wir wollen das unbedingt auch noch kennenlernen. Das Wetter ist heiß und schwül, kurz sogar ein paar Regentropfen, so radeln wir auch heute erst am späten Nachmittag zum Klettern.


Die, 19.7. Surgy

Wieder ein sonniger heißer Tag. Am Vormittag mache ich eine Radtour. Am Abend klettern wir wieder ein paar schöne Touren in Surgy.






Montag, 18. Juli 2016

Montag, 18.7. Surgy

Wir wechseln am Vormittag auf den Camping in Coulanges-sur-Yonne. Es hat heute über 30 Grad. Das Klettergebiet in Surgy ist südostseitig ausgerichtet. Deshalb gehen wir erst gegen Abend ein paar Stunden klettern. Hier wird bereits seit 1933 geklettert, auch wenn die heutigen Sportkletterrouten wohl erst in den 80ern eröffnet wurden. Schöner löchriger Fels, Touren bis 40m.



Sonntag, 17. Juli 2016

So, 17.7. Rochers du Parc

Langsam gewöhne ich mich an den Urlaub und das Savoir-vivre mit lange schlafen, Frühstück mit frischen Baguettes, ins Klettergebiet radeln, dort drei Touren klettern bis die Finger nicht mehr wollen und dann wieder zurück ins Camp, wo wir den restlichen Tag mit Lesen bei Kaffee oder Rotwein verbringen. Heute waren wir wieder im Rochers du Parc und haben uns in einer 7a abgemüht. Marlies hat sogar eine 6b 747 gepunktet. Klettern geht gut im Schatten, sobald die Sonne kommt wird es gleich zu heiß. Zum Faulenzen ist die Temperatur genau richtig.


Samstag, 16. Juli 2016

Sa, 16.7. Rochers du Parc

Heute klettern wir im Rochers du Parc. 6 km vom Camp entfernt und damit immer noch gut mit dem Fahrrad zu erreichen. An der Yonne bzw. dem Canal de Nivernais führt ein romantischer Radweg entlang der uns direkt zu den Felsen führt. Langsam finden wir die richtig guten Felsen, kompakt und steil und lang mit Schatten hinter den Bäumen. Hier gelingen auch wieder 6c und 7a on sight. Die Bewertung ist hier ganz speziell: Oft ist z.B. die klassische Bewertung (historic grade) 6b und die neue Bewertung 7a. Die Wahrheit liegt meist dazwischen. Daneben gibt es noch extra Bewertungen für Einzelzug und Ausdauerleistung und teilweise für kleine und große Kletterer. Touren, die im Führer mit einem unauffälligen 747 markiert sind laden zu längeren Gratisflügen ein. Weitere mehr oder weniger selbsterklärende Symbole sind Herz, Gespenst und Totenkopf.

Freitag, 15. Juli 2016

Fr, 15.7. Le Saussois/Locomotive

Wir gehen wieder in den Saussois. Heute sonnig und warm, im Schatten angenehm. Marlies klettert 7 Touren, davon 4 im Vorstieg. Ich komme auf eine Tour im Vorstieg und 3 im Nachstieg. Schöner gelber kompakter Fels in schönem Ambiente. Aber die Touren sind nicht geschenkt.
Am Abend gibt es statt Selbstverpflegung (die ja auch immer gut und reichlich ist) ein ausgezeichnetes Gourmet-Menü zu unserem Hochzeitstag.


Donnerstag, 14. Juli 2016

Do, 14.8.16

Vom Camping Le Petit Port fahren wir mit den Fahrrädern ins Gebiet Le Saussois. Hier wurde französische Klettergeschichte geschrieben. Dementsprechend poliert sind viele Touren schon. Dafür alles bombenfest und recht vernünftig abgesichert. Man kann und will ja nicht alles haben. Nach einer 6b und einer 6c kommt wieder der angekündigte Regen und wir radeln zurück zum Camp. Bald scheint wieder die Sonne, aber immer noch recht frisch. (In Chamonix ist heute Schneefall angesagt - im gesamten Alpenraum Niederschläge und kalt)





Mi, 13.8.16

Immer wieder kurze Regenschauer und richtig kalt. Wir klettern  nochmal kurz im After Eight. Eine 6c- im Vorstieg und eine 6b+ im Nachstieg, Marlies 6b+ u. 6b im Nachstieg. Etwas brüchig, feucht und kühl. Im Toprope fliege ich mal mit einem Griff aus der Wand und das bei einer Passage die ich vorher im Vorstieg geklettert bin. Dafür gibt es gleich rechts davon einige 8b unter denen man im Trockenen Jausen kann. Ein Gebietswechsel ist angesagt. Wir fahren weiter nach Châtel-Censoir. Unterwegs gehen wir noch in Avallon einkaufen.


Die, 12.7.16

Nochmal Bouilland, heute im Sektor After Eight. Bewölkt und recht kühl. Marlies geht 3 6a/+ os und eine 6b+ tr. Ich 6a+ und 6b+ os. Weiters versuche ich eine 7a+. Die Schlüsselsequenz geht aber erst im 3. Versuch und toprope. Leider besteht bei den Schlüsselzügen vor dem 3. Haken gefährliche Bodensturzgefahr, so sehe ich von einem ernsthaften Rotpunktversuch ab. Wir sind heute sicher einige der schöneren und längeren Touren im Bouilland geklettert. Auch wenn einige gute Meter dabei waren, sind die Touren etwas "alpin", also teilweise etwas brüchig und auch gefährliche Hakenabstände - bei einem Sturz würde man sich wohl meist ein paar Schrammen einfangen, da das Gelände doch etwas geneigt und stufig ist. Die Qualität der Haken und Stände ist jedoch immer top und alle Touren sind angeschrieben. Gestern waren wir alleine im Sektor, heute noch ein französisches Paar.

Mo, 11.7.16

Wir klettern zwei Touren im Gebiet Bouilland/Combe à la Vieille. Nach der ersten Tour (6b+) regnet es, die zweite (6c) ist eine gechippte Tour an einem Überhang neben vielen 8a und 8b.
Beide MG os und MS tr. Im Carrefour in Beaune gehen wir noch Rotwein und andere Grundnahrungsmittel einkaufen.

So, 10.7.2016 Burgund

Nach dem Geburtstagsbesuch und 2. Frühstück bei Mami fahren wir um 11:30 los und sind 5 Stunden und 480 km später nach stau- und stressfreier Fahrt im Burgund in Savigny-lès-Beaune.

April+Juni 2016

Das Wetter ist oft durchwachsen. Wir gehen recht viel Sportklettern: hauptsächlich Kalkofen, Löwenzähne und Bürs. Marlies punktet das Fleißige Bienchen. Mich trifft man öfters in Geierwalli, Ladykiller und Lichterspiel.

Dienstag, 10. Mai 2016

Frankenjura Christi Himmelfahrt 2016

Hunderte kleine Klettergebiete und fast ebensoviele kleine Bierbrauereien, Schweinshaxen, Schäufele und Klöße, sehr freundliche Leute und tolle Gegend, der erste Haken oft so hoch, dass man nach dem Klinken schon die halbe Tour unter sich hat, und ein Achter kann so kompakt in einen überhängenden Fingerloch-Einzelzug verpackt sein, dass ich wieder abbauen muss.



Do, 5.5. Hohe Reute bei Spies
Sehr feiner Platz im Wald mit sonnigen Holzterrassen. Das Klettergebiet ist etwas klein und viele Leute, fast nur leichte und kurze Touren, alles an der Sonne, aber für den ersten Nachmittag zum Einklettern ganz ok.
Perser Pfeiler 6+, Zwischenprüfung 6+, Rechter Laufer Weg 7+ os u. a.
Essen im Biergaren Gasthaus Schermshöhe.

Fr, 6.5. Spieser Wand
Schöne, kleine, schattige Wand. Wir waren alleine und sind praktisch alle Touren geklettert. Ostinate 5+, Selfcontrol 7- (nur MS tr), Father and Son 8- rp beim 2. Vers., Direkte Nordwand 7+, ? 7+ os, Rechte Nordwand 7- os, Adolf Nolder Gedächtnisboulder 7- os.
Bier gekauft bei Plech im Getränkemarkt direkt an der Autobahn, gutes und günstiges Essen in der Traube, noch feinerer Platz bei der Plecher Wand mit Morgen- und Abendsonne.

Sa, 7.5. Plecher Wand
schön und schattig, gut besucht. R6 6+, R6a 6, Henkersmahlzeit 8- TR, Top Secret 8- os, Durchs Reich der Mitte 8-, R9 6
Plecher Turm (mit riesigem Bühlerhaken als Denkmal) Statt der im Topo eingezeichneten Talseite 7- finden und gehen wir 2 Touren. In der Mitte min. 9- (nach 2 Flügen rechts umgangen und auch im TR nicht kletterbar), linke Tour an der Kante 8-.

So, 8.5 Hexenküche bei Hiltpoltstein
Zittern verboten 7 os (schön u. interessant), Testamentsvollstreckung 7+ os (leicht), Totengräber 8- (im TR am Anschlag durchgestiegen - schwer), G.G.G 7+ os (schwierig), Kleine Hexen müssen hexen 8 (zu schwierig), Marlies: Räuber Hotzenplotz 6 os, fahren weiter nach Leupoldstein - super Platz bei Graisch. Lange Abensonne, etwas später Morgensonne.

Mo, 9.5. Leupoldstein/Ruine Leienfels
M&M 6 beide os, „Amerikaner nehmen uns unsere Frauen weg“ 7 os, Alles Gute 7- os, Mückenriss 7- os, Zelten verboten rechter Ausstieg 7- os. Nocheinmal ein schöner gemütlicher Klettertag. Die Felsen sind bis ca. 3 Uhr im Schatten. Der erste Haken immer recht hoch und tw. auch lange Abstände.

Deutsche Gründlichkeit:
ein Arbeitskreis Kletterkonzept, bestehend aus 10 Gremien, teilt jeden noch so kleinen Felsblock einer von drei Zonen zu.